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Rudolf-Virchow-Preis 2018 geht nach Aachen

Verleihung des Rudolf-Virchow-Preises 2018 in Berlin. V.l.n.r. Prof. Kirchner (München), PD Dr. Boor (Aachen), Prof. Schirmacher (Heidelberg). ©DGP, Thomas Ecke 2018.

Für seine Arbeit mit dem Titel: "Macrophage Migration lnhibitory Factor Limits Renal lnflammation and Fibrosis by Counteracting Tubular Cell Cycle Arrest", erhält PD Dr. med. Peter Boor vom Universitätsklinikum der RWTH Aachen den diesjährigen Rudolf-Virchow-Preis für Pathologie.

Die Auszeichnung wurde ihm am 24. Mai 2018 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zur 102. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in Berlin verliehen.

Herr Prof.  Boor untersucht in seiner Arbeit die Bedeutung des Macrophage Migration lnhibitory Factor (MIF) in der Nierenfibrose. In tierexperimentellen Modellen  - z.B. der einseitigen Ureter-Obstruktion - kann er  zeigen, dass die genetische Deletion oder pharmakologische Inhibition von MIF zu einer aggravierten lnflammation und Fibrose führt, während sich eine Behandlung mit rekombinantem MIF als renoprotektiv und Fibrose-mindernd  auswirkt.  In  weiteren  tierexperimentellen  Studien  und  zellbiologischen Experimenten  findet  er,  dass  eine  MIF-Deletion  in  den  leeren  Tubuli  zu  einem  G2/M-Zellzyklusarrest  mit einer  Ausschüttung  proinflammatorischer  und  hochfibrotischer  Mediatoren führt. Gleichzeitig ist die Zellteilung  und  Regeneration der Tubulus-Epithelzellen reduziert. Beide Effekte  bewirken die Nierenfibrose. Das renale  tubuläre  MIF  kann  damit  als  ein  endogener renoprotektiver  Faktor  identifiziert werden.  Diese  Ergebnisse  ermöglichen  auch  neue  Ansätze, um die MIF-Funktion zukünftig  für die  Therapie von  Nierenerkrankungen zu  nutzen.  Die  Arbeit reiht  sich  ein  in  eine  langjährige erfolgreiche  Forschungstätigkeit von  Herrn  Prof. Boor auf dem Gebiet  der  experimentellen  translationalen  Nierenpathologie. Seit  Jahren  publiziert  Herr Prof.  Boor hochrangige Arbeiten zur Nierenfibrose. Er ist auf diesem  Feld ein  international  hoch anerkannter Wissenschaftler.
Herr Prof. Kirchner (München) begründet als Jury-Vorsitzender die Entscheidung, Herrn Boor auszuzeichnen, folgendermaßen: "Er  ist  ein  sehr  gutes  Beispiel  für  einen  Clinician  Scientist, der anspruchsvolle experimentelle Untersuchungen mit hoher Relevanz für das Krankheitsverständnis und einer möglichen Translation in die zukünftige Therapie von Nierenerkrankungen durchführt.".

Wir gratulieren Herrn Boor herzlich zum Erhalt des Preises!

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