Leitlinien

Die "Leitlinien" der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.

Die DGP arbeitet mit ihren Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern aus der Pathologie in verschiedenen Programmen (z. B. im Leitlinienprogramm Onkologie) mit anderen Fachgesellschaften wie der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe zusammen. 

Am Anfang der Arbeit steht jeweils die Anfrage einer federführenden Fachgesellschaft, die eine bestehende Leitlinie entweder aktualisieren oder eine Leitlinie vollständig neu entwickeln will.

Eine gemeinsame Leitlinien-Lenkungskommission aus DGP und BDP erarbeitet sodann in Abstimmung mit den DGP-Arbeitsgemeinschaften eine Vorschlagsliste, die Namen geeigneter Experten enthält. Diese Vorschlagsliste wird an die federführende Fachgesellschaft im Leitlinienprogramm als offizieller Vorschlag beider Pathologie-Organisationen weitergegeben. Für die Dauer der Entwicklung einer Leitlinie sind die Mandatsträger/innen selbstständig tätig. Eine Entwurfsversion der fertigen Leitlinie wird nach Abschluss aller Tätigkeiten an die beteiligten Fachgesellschaften mit der Bitte um Freigabe gesendet. Häufig fließen an dieser Stelle noch Verbesserungen ein, die im Konsens verabschiedet werden.

Leitlinien werden üblicherweise unterschiedlich klassifiziert. So werden z.B. S1-Leitlinien von einer Expertengruppe im informellen Konsens erarbeitet. Bei S2-Leitlinien findet eine formale Konsensfindung (S2k) oder eine formale Evidenz-Recherche (S2e) statt. Bei den so genannten S3-Leitlinien handelt es sich um solche mit allen Elementen einer systematischen Entwicklung (Logik-, Entscheidungs- und outcome-Analyse). Die Nationalen Versorgungsleitlinien entsprechen methodisch der Klasse S3.

Seit 1995 koordiniert die AWMF (Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlich-medizinischer Fachgesellschaften) auf Anregung des "Sachverständigenrats für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen" die Entwicklung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie durch die einzelnen wissenschaftlichen-medizinischen Fachgesellschaften. Die DGP ist Mitglied der AWMF.

Die Resultate dieser Arbeit werden online publiziert. Leitlinien werden regelmäßig und bei Bedarf aktualisiert und erweitert. 

>> Die Übersicht der Leitlinien für den Bereich Pathologie wird von uns derzeit aktualisiert und in Kürze an dieser Stelle wieder für Sie zur Verfügung stehen. <<

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