QuIP - Qualitätssicherung

Was ist QuIP?

Die Abkürzung „QuIP®“ bedeutet „Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie“ und ist eine gemeinsame Unternehmung der DGP und des Bundesverbandes Deutscher Pathologen (BDP) im Bereich diagnostische Immunhistochemie und Molekularpathologie. Am 11. Februar 2016 wurde die Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie QuIP GmbH gegründet und inzwischen in das Handelsregister eingetragen (HRB 175419 B). Ziel des Übergangs in eine andere Rechtsform ist die Professionalisierung des Betriebs und die Vereinfachung der Zusammenarbeit mit der Industrie.

QuIP® ist als Wort-/Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt in München offiziell eingetragen.

Die künftige Webdomain der QuIP-GmbH wird www.quip.eu sein. Eine eigene Internetpräsenz ist für 2017 in Planung. Die E-Mailadresse für alle Anfragen rund um die QuIP-Ringversuche lautet office@quip.eu.

Warum ist eine solche Initiative notwendig?

Die Ansprüche an die Immunhistochemie in der Pathologie nehmen immer mehr zu, da kontinuierlich neue therapeutische Zielmoleküle identifiziert werden (z. B. ER/PR, HER2, CD117, CD20). Der Nachweis und die Quantitätsabschätzung dieser Zielmoleküle kann in komplexen Geweben nur sinnvoll in einer Kombination aus immunhistologischen und histopathologischen Verfahren erfolgen. Die quantitative oder zumindest semiquantitative Dimension erfordert eine Standardisierung dieser Verfahren, welche die Reproduzierbarkeit auch bei dezentraler Durchführung gewährleistet.
Auch molekularpathologische Verfahren nehmen in gleicher Weise an Bedeutung zu und erfordern hinsichtlich Standardisierung und Reproduzierbarkeit ähnliche Qualitätsvoraussetzungen.

Um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen, sind zwei Formen der Kontrolle sinnvoll: Eine Kontrolle besteht in dem Mitführen laborinterner Positiv- und Negativproben. Die zweite besteht in der regelmäßigen Teilnahme an Ringversuchen, also einer laborexternen Kontrolle.

Für die regelmäßige Durchführung von Ringversuchen bedurfte es einer Infrastruktur, die in der Pathologie bis zum Zeitpunkt der Gründung der QuIP im Jahre 2004 nicht bestand. Zwar wurden bereits im Vorfeld der QuIP immunhistochemische und molekularpathologische Ringversuche organisiert und realisiert - womit deren prinzipielle Durchführbarkeit aufgezeigt wurde - aber es wurde noch keine Lösung für die Verstetigung gefunden.
Um die Ringversuche zu institutionalisieren, haben DGP und BDP gemeinsam per Ausschreibung Referenzinstitute für verschiedene Untersuchungsmethoden gesucht. Aus den ausgewählten Laboren wurden dann jeweils pro Ringversuch widerruflich für eine Dauer von drei Jahren Panel aus 2-3 Referenzinstituten gebildet und diese mit der Durchführung beauftragt. Das Vorgehen: Die Panel legen untereinander einen Proben-Pool fest, der mit einer bestimmten Periodizität erneuert wird. Aus dem Pool können Ringversuchsteilnehmende bei dem Referenzlabor ihrer Wahl regelmäßig Untersuchungsmaterial anfordern, die Bestimmung durchführen und ihre Resultate den Eichmessungen gegenüber stellen.

Die Anforderungen an mögliche Referenzlabore waren:

  • Ausreichende Frequenz an eigenen Untersuchungen auf dem jeweiligen Gebiet
  • Wissenschaftliche Vorarbeiten auf dem jeweiligen Gebiet

Organisatorisch werden die Ringversuche über das Referenzinstitut für Bioanalytik (RfB) in Bonn abgewickelt und abgerechnet. Das aktuelle Ringversuchs-Programm der QuIP und des RfB inklusive Bestellformular finden Sie hier.

Eine Auflistung der Pathologien, die erfolgreich an einem Ringversuch der QuIP teilgenommen haben, finden Sie hier

Übersicht der Panel-Institute: 

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